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Kompetente Tiermedizin mit Herz

Praxis

Wir sind nicht auf „linke Knie“ spezialisiert, sondern bieten Ihnen den kundennahen Service einer Haustierarztpraxis. Mit allen kleinen und großen Sorgen dürfen Sie sich gerne an uns wenden. Bei einigen Erkrankungen, kann es notwendig sein, einen Spezialisten aufzusuchen (z.B. orthopädische Chirurgie, Augenspezialist, neurologische Chirurgie). Bei der Auswahl des passenden Spezialisten und der Kontaktaufnahme stehen wir Ihnen dann zur Verfügung und überweisen Sie zu dem entsprechenden Kollegen.

Notfallbereitschaft:

Wir bemühen uns stets für unsere Kunden da zu sein. Sollten Sie uns außerhalb der Sprechzeiten in einer dringenden Angelegenheit erreichen müssen, wird Ihnen auf unserem Anrufbeantworter die Handynummer für Notfälle genannt. Die Behandlung während des Notdienstes wird nach der Gebührenordnung für Tierärzte zum Notdienst-Tarif abgerechnet (2- facher Satz).

Stationäre Aufnahme:

In einigen Fällen ist es wichtig, die Patienten intensiv und rund um die Uhr zu betreuen. Dazu werden die Tiere bei uns stationär aufgenommen. Wenn es dem Heilungsverlauf nicht entgegensteht, ist es für Sie auch dann möglich Ihre Tiere zu besuchen. Eine Absprache mit uns ist dazu im Vorhinein nötig. Bei Routine-Operationen bleiben die Tiere nur während der Aufwachphase stationär und können noch am selben Tag von Ihnen abgeholt werden.

Labor:

Wir haben für Sie ein kleines Sofortlabor vor Ort, um wichtige Blutparameter direkt bestimmen zu können. Ansonsten arbeiten wir mit einem Großlabor (Vet Med Labor) zusammen.

Impfung:

Wir beraten Sie gerne bezüglich des Impfschutzes für Ihre Tiere. Als Service bekommen Sie von uns zeitnah eine Impferinnerungs-Postkarte, damit Sie den nächsten Impftermin nicht verpassen.

Gegen was wird überhaupt geimpft? ...

Gegen was wird überhaupt geimpft?

Diese Information stellt nur einen kurzen Abriss der einzelnen Erkrankungen dar. Im Impfgespräch können wir Ihnen die einzelnen Erkrankungen und den wichtigen Impfschutz für Ihr Tier genau erklären.

Hundeimpfung:

Die Hundeimpfung setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:

  • Staupe: Virusinfektion mit unterschiedlichem Erscheinungsbild, Darmstaupe mit unstillbarem Durchfall und Erbrechen, Lungenstaupe mit Husten, Nasenausfluss, Lungenentzündung und Nervenstaupe mit Krämpfen und Lähmungen
  • Hepatitis contagiosa canis: ansteckende Leberentzündung
  • Parvovirose: Erbrechen und blutiger Durchfall, für Jungtiere und alte Hunde lebensgefährlich
  • Zwingerhusten: ansteckender Atemwegsinfekt durch mehrere Erreger
  • Leptospirose: Bakterieninfektion aus feuchten Gebieten und von Nagetieren übertragen, Schädigung der Leber und der Nieren, tödlicher Ausgang möglich, auch auf Menschen übertragbar
  • Tollwut: Virusinfektion, die über Krämpfe und Lähmungen schmerzhaft zum Tod führt, für alle Säugetiere gefährlich
  • Borreliose: von den Zecken übertragene Erkrankung, die sich in unterschiedlichen Verlaufsformen äußert, besonders häufig sind Gelenksentzündungen

Nach einer Grundimmunisierung (8. und 12. Lebenswoche) wird die Impfung jährlich aufgefrischt. Die Borreliose-Impfung wird in der 12. und 16. Lebenswoche geimpft. Nach 6 Monaten erfolgt dann die sogenannte Herbstimpfung. Danach wird der Impfschutz ebenfalls jährlich aufgefrischt.

Katzenimpfung:

Wohnungskatzen

  • Katzenschnupfen: Mischinfektion der Atemwege
  • Katzenseuche: Virusinfektion, die über eine Abwehrschwäche (Reduktion der weißen Blutzellen) tödlich verlaufen kann

Freilaufende Katzen zusätzlich

  • Tollwut: siehe Hundeimpfung
  • Leukose: Virusinfektion mit verschiedenen Verlaufsformen, bei älteren Tieren Tumorform möglich (Tumore in Nieren und Darm häufig), bei jungen Tieren oft leukämische Form, nicht heilbar, Verlauf tödlich, das Virus kann jahrelang unentdeckt in der Katze „schlummern“
  • • (FIP-Impfung: da diese Impfung in ihrer Wirksamkeit hoch umstritten ist, kann ich eine FIP-Impfung nicht mit gutem Gewissen empfehlen)

Nach einer Grundimmunisierung (8. und 12. Lebenswoche) wird die Impfung jährlich aufgefrischt.

Kaninchenimpfung:

  • Myxomatose: Virusinfektion, die mit hohem Fieber und typischen Schwellungen des Kopfes einhergeht , Verlauf oft tödlich
  • Chinaseuche/RHD: Virusinfektion, die unter Blutungen aus der Nase und Krämpfen zum Tode führt, vorher meist keinerlei Krankheitsanzeichen
  • Kaninchenschnupfen: durch Pasteurellen bedingter Infekt der Atemwege, wird besonders schnell chronisch, die Lungenentzündungen können tödlich ausgehen

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Hausbesuche:

Sollte es Ihnen nicht möglich sein, mit Ihrem Tier in die Praxis zu kommen, ist es möglich mit uns einen Hausbesuchtermin zu vereinbaren. Prinzipiell ist es aber sinnvoll Untersuchungen und Behandlungen in unserer Praxis durchführen zu lassen, da wir hier das nötige Equipment vor Ort haben (Röntgen, Blutuntersuchungen etc.). Die Anfahrt wird nach der Gebührenordnung für Tierärzte berechnet. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Termine für Hausbesuche begrenzt sind und Sie sich rechtzeitig im Voraus anmelden müssen.

Heimtiere/ Nager/ Reptilien/ Terrarientiere:

Exoten sind bei uns gerne gesehen, ebenso wie Kleinsäuger (Hamster, Frettchen, Kaninchen, Meerschweinchen und Co.). Bedenken Sie nur, dass bei dem Transport von exotischen Tieren ein angemessenes Klima im Transportbehältnis gewahrt werden muss, um unnötigen Stress und Schäden am Tier zu vermeiden. Giftschlangen werden bei uns aus versicherungstechnischen Gründen nicht behandelt. Verletzte oder hilflose Wildtiere können durch die Zusammenarbeit mit der Wildtierauffangstation des Tierparks Petersberg bei uns abgegeben werden.

Kaninchenfütterung/ Meerschweinchenfütterung ...

Kaninchenfütterung:

Aufgrund der häufigen Fragen und Fehlinformationen haben wir Ihnen hier einen Leitfaden der Kaninchenfütterung zusammengestellt: Unsere Hauskaninchen stammen von den Wildkaninchen ab und haben deren spezialisiertes Verdauungssystem beibehalten. Die Nahrung der Wildkaninchen setzt sich aus Gräsern, Kräutern, Rinde, Zweigen, Blättern und Pflanzenwurzeln zusammen. Sie wird kontinuierlich über den ganzen Tag in vielen kleinen Portionen aufgenommen. Das ist wichtig, da die Kaninchen keine Darmeigenbewegung haben und durch die ständige Futteraufnahme der Futterbrei durch das Kaninchen geschoben wird. Da die Zähne der Kaninchen ständig und ein Leben lang wachsen, müssen sie durch viele Kaubewegungen abgerieben werden (hartes Brot ist dazu nicht dienlich!). Genauso wie für Wildkaninchen ist es für die Hauskaninchen wichtig ihren Blinddarmkot aufzunehmen. Das ist vorverdautes Futter, das durch die Darmbakterien mit lebenswichtigen Vitaminen angereichert wurde. Es wird jeden Tag ausgeschieden und unterscheidet sich vom normalen Kot (kleiner, traubenförmig). Stark übergewichtige Kaninchen sind nicht in der Lage diesen Blinddarmkot von ihrem After aufzunehmen und bekommen dadurch Mangelerscheinungen.

Der Hauptanteil der Kaninchennahrung sollte aus Heu und Gras bestehen. Am besten ist die Fütterung einer „Kräuterwiese“, da diese der natürlichen Nahrung am nächsten kommt. Beim Grünfutter sammeln, sollten Sie deshalb darauf achten, eine möglichst breite Palette anzubieten (nicht nur Löwenzahn sammeln, sondern auch alle ungiftigen Wildkräuter wie Wegerich, Milchdistel, Gänseblümchen, Ackerminze und die verschiedenen Gräser). Gutes Heu sollte den ganzen Tag zur freien Verfügung stehen. Ebenso wie frisches Wasser. Frisches Grünfutter sollte dem Kaninchen stets nach einer Gewöhnungsphase gegeben werden, damit sich der Darm darauf einstellen kann. Neben den gesammelten Wildkräutern mögen Kaninchen natürlich auch Möhren und Möhrengrün, Fenchelkraut, Kohlrabiblätter, Paprika etc. gerne. Bei einem gesunden Kaninchen mit stabiler Darmflora dürfen diese „Leckereien“ jeden Tag gegeben werden. Frische Zweige von Obstgehölzen bieten dem Kaninchen Beschäftigung und viele Mineralstoffe. Die Blätter können mitverfüttert werden.

Was darf nicht verfüttert werden?

Alle im Zoohandel angebotenen „Leckerlies“ schaden ihrem Kaninchen, da sie nichts mit der natürlichen Nahrung zu tun haben. Abgewandelte Milchprodukte wie Joghurtdrops sind sogar schädlich. Die Kaninchen mögen an Knabberstangen und Co vor allen Dingen den Zuckeranteil (Honig, Melasse, Mehrfachzucker). Diese leicht verdaulichen Kohlenhydrate stören die Darmflora der Kaninchen allerdings empfindlich. Die vorgefertigten Futtermischungen aus Pellets und verschiedenen Körnern sind reine Mastfuttermittel, die ein normales Zwergkaninchen nicht braucht. Die Tiere neigen dann zur Verfettung, bekommen Diabetes mellitus und Mangelerscheinungen durch die fehlende Aufnahme des Blinddarmkots. Alt werden solche Tiere nicht! Ausnahme von dieser Regel sind Tiere die zur Zucht verwendet werden. Durch ihren höheren Energiebedarf können sie eine kleine Portion Pellets bekommen.

Salzlecksteine sind für Kaninchen ebenfalls tabu, da sie zu Blasensteinen führen. Nicht geeignet für die Kaninchenfütterung sind Zwiebeln, Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl, Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Bohnen), Kartoffeln (enthalten zu viel Stärke), süßes Obst wie Kirsche, Apfel, Nektarine, Weintraube (enthält zu viel leicht verdaulichen Zucker), Brot sollte weder frisch noch getrocknet verfüttert werden.

Ein Kaninchen, das einen Tag lang nicht frisst ist ein Notfall!

Wenn ein Kaninchen nicht frisst, wird der Nahrungsbrei nicht weitertransportiert. Dadurch kommt es im Verdauungssystem zu Fehlgärungen. Diese Aufgasungen können tödlich enden. Wenn ein Kaninchen einen Tag nicht frisst, handelt es sich um einen Notfall und muss umgehend dem Tierarzt vorgestellt werden. Durchfälle sind bei Kaninchen ebenfalls ernste Krankheitsanzeichen und dürfen nicht unterschätzt werden. Der Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust bringt die Tiere ebenfalls sehr schnell in einen kritischen Zustand. Bei auftretendem Durchfall muss das Kaninchen sofort auf eine Heu- und Wasser-Diät gesetzt werden. Besteht der Durchfall länger als einen Tag, muss der Tierarzt aufgesucht werden.

Meerschweinchenfütterung:

Für Meerschweinchen gelten alle für das Kaninchen beschriebenen Fütterungshinweise. Besonders zu beachten ist allerdings, dass Meerschweinchen auf eine ständige Vitamin-C-Gabe angewiesen sind. Viel Vitamin-C ist z.B. in roter Paprika, Petersilie und frischen Wildkräutern enthalten.

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Fütterungsberatung:

Wir bieten Ihnen eine breite Palette an Spezialfuttermitteln (z.B. Diäten bei Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen, Spezialwelpenfutter) und dazu die passende Fachberatung.

Parasitenprophylaxe:

Damit Ihre Tiere erst gar nicht erkranken, ist es sinnvoll vorzubeugen. Eine regelmäßige Entwurmung ist dazu besonders wichtig, damit auch Sie sich nicht an Ihren Tieren anstecken können. Bei uns bekommen Sie einen Entwurmungspass, so dass Sie immer den Überblick behalten. Auch zu einer Floh- und Zeckenvorbeugung können Sie sich bei uns gerne beraten lassen.

Bargeldlose Bezahlung:

Wir rechnen unsere Leistungen nach der GOT (Gebührenordnung für Tierärzte) ab. Bereits ab 10 € können Sie bei uns bequem mit EC-Karte bezahlen. Vereinbarungen zu Rechnungen oder Ratenzahlungen werden nur ausnahmsweise getroffen und bedürfen der Absprache vor der Behandlung.

Zuchtbetreuung:

Wir verfügen über mehrjährige Erfahrung in der Betreuung von Züchtern. Neben der Untersuchung und Betreuung während der Trächtigkeit (Herpes-Impfung, Trächtigkeitsuntersuchung (Bluttest und Röntgen) und Fütterungsberatung) sind wir auch auf den Fall der Fälle eingerichtet und verfügen über das Know how und die Kapazität z.B. Kaiserschnitte schnell und sicher durchzuführen. Auch die besondere Betreuung von Neugeborenen und der Mutter fallen bei uns nicht unter den Tisch. Zu diesen Zwecken sollten Sie mit uns Hausbesuche vereinbaren, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

Wildtierauffangstation

Bitte überlegen Sie immer zweimal ob ein Wildtier tatsächlich Hilfe von Ihnen benötigt, bevor Sie es anfassen!

Leider kommt es immer wieder vor, dass Feldhasen und Rehkitze, die scheinbar verwaist sind, aufgenommen werden. Dazu muss man wissen, dass diese Jungtiere keine Hilfe benötigen, wenn Sie in einer ruhigen Umgebung (Feldrand, Feldweg, Grünfläche) alleine angetroffen werden. Die Mutter wird kommen und sich kümmern. Verletzte Wildtiere bedürfen allerdings immer der Hilfe! Bitte bringen Sie diese zu uns in die Praxis. Für den Transport eignet sich am besten ein geschlossener Karton. Egal ob es sich dabei um Greifvögel, Feldhasen, Rehkitze oder ähnliches handelt. Wir empfehlen Ihnen von dem Versuch der Selbstaufzucht mit Kondensmilch oder ähnlichem abzusehen! Nach einer Beratung durch uns, können Sie diese Aufzucht mit den entsprechenden Mitteln natürlich gerne auch selber durchführen! Bitte melden Sie gefundene Wildtiere vorher telefonisch bei uns an. Dann können wir uns auf Sie vorbereiten und die Aufnahme in die Wege leiten.